Amigo steht im Offenstall ohne Ekzemerdecke. Er nutzt die NATÜRLICH PFERD Pflegeprodukte und ist trotz extremer Mückenpopulation dieses Jahr symptomfrei.

Die richtige Haltung, Fütterung und Pflege eines Sommerekzemers

                                                                

Das Sommerekzem bedeutet für viele Pferde jedes Jahr(März bis Oktober)  einen aussichtslosen Kampf gegen quälenden Juckreiz. Ausgelöst wird dieser durch eine Überreaktion des Immunsystems  (Allergie) auf bestimmte Inhaltsstoffe des Speichels der Culicoides species (Mückenart). Sekundärinfektionen durch wundgescheuerte Hautstellen sind sehr häufig. Die Veranlagung am Sommerekzem zu erkranken ist zumeist erblich bedingt. Was aber nicht heißt, dass ein Pferd zwangsläufig erkrankt. Der Ausbruch des Sommerekzems wird oft durch Fütterungs- und Haltungsfehler ausgelöst.

1. Haltung

Viele Besitzer eines Sommerkzemers halten ihre Pferde in der Box, um den Kontakt mit den ekzemauslösenden Insekten gering zu halten. Doch daraus entstehen häufig weitere Probleme durch mangelnde Bewegung und Freiraum wie Hufrehe, Stoffwechselstörungen, Koliken, Verhaltensstörungen,...

Boxenhaltung kann also keine Lösung sein, wenn man sein Pferd, egal ob Ekzemer oder nicht, artgerecht halten möchte.

Offenstallhaltung (am besten nach einem Aktivstallkonzept) mit einem geschlossenen Unterstand und täglichem Zugang zur Weide (zumindest in den Sommermonaten) ist die einzige wirklich artgerechte Haltungsform und wird auch einem Ekzemer gerecht. Stoffwechselstörungen sind die häufigste Ursache für den Ausbruch des Sommerekzems, welche wiederum u.a. durch Haltungsfehler (mangelnde Bewegungsmöglichleiten) ausgelöst wird.

2. Fütterung

Die Fütterung eines Sommerekzemers oder eines Pferdes mit Veranlagung zum Sommerekzem nimmt einen besonders hohen Stellenwert ein.

Die Darmflora des Pferdes ist sehr empfindlich und kann zum Beispiel durch (nicht notwendige) Getreidefütterung nachhaltig negativ beeinflusst werden. Auch synthetische Zusätze (künstliche Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) können gravierend in den Stoffwechsel des Pferdes eingreifen.

Um eine Besserung des Sommerekzems oder gar eine Symptomfreiheit zu erreichen, sollte das Pferd konsequent getreide-, chemie- und zuckerfrei gefüttert werden. Nur eine artgerechte Fütterung kann dem Pferd wieder zu einer natürlich gesunden Darmflora und einem tadellos funktionierenden Stoffwechsel verhelfen.

Zusätzlich bieten sich bei bereits erkrankten Pferden verschiedene Zusätze an, die sich in der Behandlung des Sommerekzems bewährt haben. Dies sind zum Beispiel

Schwarzkümmelöl > immunmodellierende Wirkung, sollte nur in den Sommermonaten (März bis Oktober) 

                                  gefüttert werden, da ein Gewöhnungseffekt eintreten kann

Leinöl > entzündungshemmend, reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Pferdehanf > reich an Mikronährstoffen, vor allem Zink, zellregenerierend

Seealgenmehl > reich an Mineralien, vor allem Jod und Zink

Brennessel > reich an Kieselsäure, entzündungshemmend, harntreibend

Ingwer, Kurkuma > natürlicher Entzündungshemmer, immunstärkend

Apfelessig > abwehrsteigernde und heilende Wirkung

Im Frühjahr, bevor die Mücken kommen, bietet sich eine Entgiftungskur aus beispielsweise Brennessel, Löwenzahn und Birkenblättern an.

Auch Leberunterstützende Kräuter wie Mariendistel und Artischocke können den Futterplan im Sommer ergänzen.

3. Pflege

Die Pflege eines Sommerekzemers ist ganz besonders wichtig.  Es gibt viele Produkte auf dem Markt, die nicht nur sehr teuer sind, sondern auch nicht den gewünschten Erfolg bringen oder bereits nach kurzer Zeit ihre Wirkung verlieren. Zudem sind die Inhaltsstoffe oft synthetischen Ursprungs und können langfristig die Situation verschlimmern. Ein Beispiel sind PEG´s (Polyethylenglycol). Sie werden häufig in Kosmetika und Tierpflegeprodukten eingesetzt. Sie machen die Haut durchlässiger, leider nicht nur für die im Produkt enthaltenen Wirkstoffe, sondern auch für Gifte. In Naturkosmetik sind PEG´s beispielsweise nicht erlaubt.

Eine weitere, häufig verwendete, Möglichkeit sind Ekzemerdecken. Ekzemerdecken können und sollten allerdings keine Dauerlösung sein. Sie stören die Thermoregulation des Pferdes, schwächen letztlich das Immunsystem und machen das Pferd empfänglicher für andere Erkrankungen wie Atemwegsinfekte. Auch kann das Pferd an heißen Sommertagen mit Decke überhitzen und entsprechend können Kreislaufprobleme entstehen.

Denkanstoß: Ein Gewebe, welches so dicht gewebt ist, dass kein Mückenrüssel hindurch passt, kann nicht sonderlich atmungsaktiv sein.

3.1.Die Hygiene eines Sommerekzemers

Neben der richtigen Haltung, Fütterung und Pflege sind bei Sommerekzemern zusätzlich strengere Hygienemaßnahmen von Nöten. Ziel der Pflege sollte es immer sein die ekzemauslösenden Insekten vom Pferd fern zu halten und mögliche Bisse durch diese zu verhindern.

Je weniger ein Pferd nach Pferd riecht, desto weniger Plagegeister nehmen es wahr und Pflegeprodukte können viel besser wirken. Insbesondere die ekzemauslösenden Mücken werden nicht nur vom ausgeatmeten Kohlendioxid angelockt, sondern vor allem auch von Schweiß, Kot und Urin. Deshalb sollte das Pferd (Offenstallhaltung) alle zwei Wochen mit einem geeigneten Shampoo gewaschen werden. Pferde in Boxenhaltung dürfen einmal pro Woche mit geeignetem Shampoo gewaschen werden. Natürlich nur, wenn die Außentemperaturen über 18°C liegen und möglichst die Sonne scheint, damit das Pferd rasch trocknet. Nach dem Reiten oder wenn das Pferd offensichtlich stark verschmutzt ist, sollten Schweiß, Kot und Urin mit klarem, nicht zu kalten Wasser beseitigt werden.

Waschen im Winter ist absolut tabu!

Weiterhin sollten die Reste der Pflegeprodukte, insbesondere an Bauch, Brust, Kruppe, Euter, Schlauch und Schweifansatz regelmäßig entfernt werden. Hierfür eignen sich, sofern nicht das komplette Pferd gewaschen werden soll, entweder Babypflegetücher oder ein nasses Handtuch.

Vor dem nächsten Auftragen der Pflegeprodukte sollte das Pferd wieder trocken sein.

Natürlich ist auch regelmäßiges Putzen von Nutzen, nicht nur um den Schmutz zu entfernen, sondern auch um die Durchblutung und den Lymphfluss anzuregen. So wird die Haut besser mit Nährstoffen versorgt und wird widerstandsfähiger.

Auch sämtliches Zubehör wie Ekzemerdecken, Abschwitzdecken, Satteldecken, Halfter und Putzzeug muss regelmäßig gewaschen werden.

Mit dem richtigen Pflegeprodukt kann man seinem Pferd einen schönen Sommer vergönnen

ohne Juckreiz und auch ohne Ekzemerdecke!

Lass dein Pferd den Sommer genießen mit 100% natürlichen Pflegeprodukten bei Sommerkezem