Dopingrelevante Kräuter

Für Pferde und Reiter, die regelmäßig an Turnieren teilnehmen ist das Thema Doping ein ständiger Begleiter. Auch wenn Sie Ihrem Pferd mit Kräutern etwas Gutes tun möchten, sollten Sie beachten, dass die Verfütterung bestimmter Kräuter als "Doping" angesehen wird. Das ist nur verständlich, wenn man bedenkt, dass sehr viele schulmedizinische Medikamente Ihre Wirkstoffe aus Pflanzen gewinnen.

Bei der Verfütterung von Dopingrelevanten Kräutern sollten Sie deshalb eine Karenzzeit von mindestens zwei Tagen vor dem Turnier einlegen. Beim Ingwer ist eine Karenzzeit von bis zu 7 Tagen angebracht. Dr.Stefan Brosig stellte bei seinen Untersuchungen zur Behandlung von Krankheiten mit Ingwer fest, dass die Wirkstoffe noch bis zu 7 Tage nach der letzten Fütterung nachweisbar sind und deshalb die Angabe der FN mit 2 Tagen Karenzzeit in diesem Fall äußerst fragwürdig ist.

Leider informieren viele Hersteller von Kräutern oder Kräutermischungen nicht oder nur in irgendeinem versteckten Menüpunkt auf der Homepage über die Dopingproblematik der einzelnen Kräuter. Deshalb sollten Sie beim Kauf von Kräutermischungen immer darauf achten, welche Zusammensetzung diese besitzt.

Sicherlich wird man bei einer Mischung die aus 5,7,9 oder noch mehr verschiedenen Komponenten besteht nur schwer die Grenzwerte für das Doping überschreiten, wenn sich nur ein oder zwei Dopingrelevante Pflanzen darin befinden. Trotzdem ist Vorsicht geboten und eine Karrenzzeit von mindestens zwei Tagen einzuhalten.

Die derzeit Dopingrelevanten Kräuter sind:

Ingwer, Teufelskralle, Eukalyptus, Weihrauch, Hopfen, Weidenrinde, Arnika, Spitzwegerich, Süßholz, Thymian