In der Diskussion über Mineralstoffe beim Pferd stehen häufig Spurenelemente wie Zink, Kupfer oder Selen im Mittelpunkt. Jod wird dagegen oft kaum beachtet, obwohl es eine zentrale Rolle im Hormonhaushalt und im gesamten Stoffwechsel spielt.
Dabei gilt: Pferde benötigen nur geringe Mengen Jod. Dennoch kann eine unzureichende Versorgung langfristig Auswirkungen auf Stoffwechselprozesse und die Schilddrüsenfunktion haben. Gleichzeitig sollte auch eine unnötig hohe Zufuhr vermieden werden. Eine bedarfsgerechte Versorgung ist daher entscheidend.
Warum Pferde Jod benötigen
Jod ist ein essentielles Spurenelement, das im Körper hauptsächlich für die Bildung der Schilddrüsenhormone benötigt wird:
- Thyroxin (T4)
- Trijodthyronin (T3)
Diese Hormone beeinflussen zahlreiche physiologische Prozesse im Organismus des Pferdes.
Dazu gehören unter anderem:
- Regulierung des Energiestoffwechsels
- Steuerung der Körpertemperatur
- Wachstum und Zellteilung
- Entwicklung des Nervensystems
- Haut- und Fellstoffwechsel
- Leistungsfähigkeit und Regeneration
Die Schilddrüse fungiert dabei gewissermaßen als zentrale Steuerstelle des Stoffwechsels. Eine ausreichende Jodversorgung ist deshalb Voraussetzung für eine normale Hormonproduktion.
Jodbedarf des Pferdes
Der tatsächliche Bedarf ist gering. Nach den Empfehlungen der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) liegt der Jodbedarf für ein Pferd mit 500 kg Körpergewicht bei ungefähr 1,6 mg Jod pro Tag.
Dieser Wert gilt für erwachsene Pferde im Erhaltungsstoffwechsel. In besonderen Lebensphasen kann der Bedarf leicht erhöht sein, beispielsweise bei:
- Wachstum
- Trächtigkeit
- Laktation
- höherer körperlicher Belastung
Der wichtigste Spurenelementlieferant: Heu und Gras
Die Grundration eines Pferdes besteht in der Regel überwiegend aus Gras oder Heu. Damit stammen auch die meisten Spurenelemente aus dem Grundfutter.
Der Jodgehalt von Gras und Heu ist jedoch nicht konstant, sondern hängt stark von verschiedenen Faktoren ab:
- Jodgehalt des Bodens
- Region und geologische Gegebenheiten
- Düngung und Bewirtschaftung
- Pflanzenarten im Bestand
In vielen Regionen Mitteleuropas sind die Böden jodarm, vor allem in küstenfernen Gebieten. Entsprechend können auch die Jodgehalte im Grundfutter niedrig ausfallen.
Typische Jodgehalte von Heu liegen häufig im Bereich von ungefähr:
0,01–0,3 mg Jod pro kg Trockenmasse
Je nach tatsächlichem Jodgehalt im Heu kann die tägliche Aufnahme daher unzureichend sein.
Eine Ergänzung von Jod ist also immer dann sinnvoll, wenn das Grundfutter den Bedarf nicht deckt.
Warum eine Überversorgung ebenfalls problematisch sein kann
Wie bei allen Spurenelementen gilt auch bei Jod: Die richtige Menge ist entscheidend.
Eine dauerhaft zu hohe Jodzufuhr kann ebenfalls Auswirkungen auf die Schilddrüsenfunktion haben. Besonders hohe Mengen können beispielsweise entstehen durch:
- mehrere mineralisierte Futtermittel gleichzeitig
- unkontrollierte Supplementierung, zum Beispiel durch Mineralbars
Eine gezielte und bedarfsgerechte Ergänzung ist deshalb sinnvoller als eine pauschale und unkontrollierte Zufütterung.
Zusammenspiel mit anderen Spurenelementen
Die Schilddrüsenfunktion hängt nicht ausschließlich von Jod ab. Auch andere Spurenelemente sind an hormonellen Prozessen beteiligt.
Eine wichtige Rolle spielen unter anderem:
- Selen – beteiligt an der Umwandlung von T4 in das aktive T3
- Zink – wichtig für zahlreiche enzymatische Stoffwechselprozesse
- Kupfer – Bestandteil verschiedener Enzymsysteme
Eine ausgewogene Spurenelementversorgung sollte daher immer das Gesamtbild der Ration berücksichtigen.
Gezielte Spurenelementversorgung mit Jod
Wenn das Grundfutter nicht ausreichend Jod liefert, kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein. Wichtig ist dabei eine kontrollierte Dosierung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert.
Genau hier setzt SOLO Grundstein Plus an.
Das Ergänzungsfuttermittel liefert:
- Zink
- Kupfer
- Selen
in hoch bioverfügbaren Chelatformen und enthält zusätzlich Jod aus Seealgen zur Ergänzung der Spurenelementversorgung.
Damit eignet sich SOLO Grundstein Plus besonders für Rationen, bei denen über das Grundfutter nicht ausreichend Jod aufgenommen wird und gleichzeitig Spurenelementdefizite ausgeglichen werden sollen.
Fazit
Jod ist ein Spurenelement, das im Vergleich zu anderen Mineralstoffen oft wenig Beachtung findet. Dennoch ist es für die Bildung der Schilddrüsenhormone und damit für zahlreiche Stoffwechselprozesse unverzichtbar.
Der Bedarf eines 500-kg-Pferdes liegt nach GfE bei etwa 1,6 mg Jod pro Tag. Ob dieser Bedarf über das Grundfutter gedeckt wird, hängt maßgeblich vom Jodgehalt von Gras und Heu ab.
Liegt dieser zu niedrig, kann eine gezielte Ergänzung von Jod sinnvoll sein, um eine bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen. Produkte wie SOLO Grundstein Plus können dabei helfen, mögliche Versorgungslücken im Bereich der Spurenelemente auszugleichen.

